Entscheidender Durchbruch in Richtung Lohngerechtigkeit

Die SPÖ Frauen haben für ihre Forderung nach Einkommenstransparenz in ganz Österreich mehr als 20.000 Unterschriften gesammelt. An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken!

Die SPÖ Frauen wollen, dass Österreich endlich bei der Gleichstellung wieder zu den fortschrittlichen Ländern in Europa zählt. In Schweden, wo die Einkommenstransparenz seit Jahren praktiziert wird, ist der Einkommensunterschied nicht einmal ein Drittel so groß wie in Österreich.

Endlich müssen sich Betriebe mit den Gehältern ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Detail beschäftigen und können die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern nicht mehr unter den Tisch kehren.

Die Regelung im Detail:

Die Unternehmen werden den durchschnittlichen Verdienst von Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen betriebsintern anonymisiert veröffentlichen. Bis 2014 wird in einem Stufenplan fast die Hälfte aller österreichischen ArbeitnehmerInnen erfasst sein; den Anfang machen ab 2011 Großbetriebe mit mehr als 1.000 MitarbeiterInnen. Im Jahr 2014 werden dann mittelständische Betriebe mit mehr als 150 MitarbeiterInnen Einkommensberichte erstellen. Die Gehaltsinformationen stehen der Belegschaftsvertretung zur Verfügung und gelten vor Gericht auch als Beweismittel. Das setzt einen Schneeballeffekt in Gang, und in einigen Jahren werden die Frauen, die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft die Früchte ernten.

Ein Kernthema des Nationalen Aktionsplans für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt wird damit endlich Wirklichkeit. Dennoch ist es noch ein langer Weg, bis wir unser Ziel „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ umgesetzt haben.

Die präsentierte Einigung ist ein Meilenstein, jetzt geht es an die Realisierung. Wir werden weiterhin die Entwicklung in Österreich vorantreiben, denn Frauen haben ein Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit!